Stabilisierung des südlichen Widerlagers
Nach einer mehrmonatigen Pause, in der ein neuer Skitunnel mit Lift gebaut wurde, liefert REMEX dieses Jahr wieder Material zur Stabilisierung des Bottroper Alpincenters. Der ursprüngliche Baugrund, eine Abraumhalde aus dem Bergbau, kann die Anforderungen an die Tragfähigkeit der mehr als 600 m langen Skihalle und der zugehörigen Infrastruktur nicht dauerhaft erfüllen. Noch dieses Jahr soll das südliche Widerlager fertiggestellt werden.
Maßgeschneiderte Baustofflösung
Für die Maßnahme kommt ein individuelles Materialkonzept zum Einsatz, um den hohen Anforderungen an Standfestigkeit, Wasserdurchlässigkeit, Schüttgewicht und erforderlichen Mengen gerecht zu werden. Das tragfähige Konzept ist eine gemeinsame Entwicklung von REMEX und ihrer Beteiligungsgesellschaft MAV. Eingebaut wird eine Kombination von aufbereiteter GRANOVA Hausmüllverbrennungsasche, die aus der thermischen Behandlung von Siedlungsabfällen stammt, und kleineren Mengen von Eisensilikatsand, einem Nebenprodukt des Kupferrecyclings. Letzteres sorgt dafür, dass die erforderliche Schüttdichte erreicht wird. Die Materialien werden vor Ort gemischt und eingebaut. Zwischen November 2020 bis Juni 2026 wurden für den Südhang rund 780.000 Tonnen nach Bottrop geliefert.
Bewährtes Konzept
Der aktuelle Einsatz ist nicht der erste der REMEX-Gruppe in Bottrop: Bereits zwischen August 2015 und September 2020 wurde der Nordhang der Anlage erfolgreich stabilisiert. Bereits damals überzeugte REMEX sowohl die Stadt Bottrop als Genehmigungsbehörde als auch das Umweltministerium Nordrhein-Westfalen und die Bezirksregierung Münster. Das Konzept einer Vorschüttung aus mineralischen Ersatzbaustoffen entgegen der Verschiebungsrichtung setzte sich gegenüber verschiedenen Alternativen durch – und punktete neben Ressourcenschonung auch mit der hohen Verfügbarkeit, der gleichbleibenden Qualität und der großen Homogenität des Materials. Während der Bauphase sorgen bewährte Sicherheitsstandards aus dem Deponiebau sowie regelmäßige Güteüberwachungen für die dauerhafte Stabilität der Konstruktion.
Vorher-Nachher-Vergleich
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Blick auf den nördlichen Bereich der Baumaßnahme: links 2017 während der Bauarbeiten, rechts 2026 nach abgeschlossener Rekultivierung.
Nachhaltige Lösung mit langfristiger Wirkung
Für den nördlichen Teil der Baumaßnahme lieferte die Oberhausener Betriebsstätte von REMEX rund 790.000 Tonnen Hausmüllverbrennungsasche – eine vergleichbare Menge wie beim aktuellen Projekt im Süden. Von der damaligen Untergrundbefestigung ist heute nichts mehr zu erkennen: Der begrünte Nordhang fügt sich unauffällig in die Landschaft ein und überzeugt zugleich durch seine dauerhafte Standfestigkeit. Langfristig soll dies auch für das südliche Widerlager gelten. Nach der Sommerpause, die bis zum 30. September andauert, sollen die Arbeiten an der Infrastruktur sowie an den Beförderungsanlagen des unterirdischen Lifttunnels beendet sein. Zum Saisonstart 2026/27 wird das Alpincenter wieder einen zuverlässigen Betrieb gewährleisten – und dann auch dauerhaft auf sicherem Untergrund stehen.
Das Alpincenter Bottrop zählt mit seiner 640 Meter langen Piste zu den bekanntesten Freizeitattraktionen im Ruhrgebiet. zur Website
Mit dem Einsatz mineralischer Ersatzbaustoffe leistet REMEX einen wichtigen Beitrag zur langfristigen Sicherung des Alpincenters Bottrop. Das Projekt zeigt, wie leistungsfähige Recyclingbaustoffe technische Anforderungen und Ressourcenschonung erfolgreich verbinden.
