Skip to main content
REMEX SOLUTIONS
REMEX

29. September 2026

Neues Konzept beschleunigt Rekultivierung der Deponie Dülmen

Randwall sorgt für mehr Biodiversität und bessere Landschaftseingliederung

Seit etwas mehr als zwei Jahren ist die DK-0-Deponie in Dülmen Rödder offiziell in Betrieb. Sie dient der Ablagerung sogenannter Inertabfälle, also sehr gering belasteter, nicht-gefährlicher Bau- und Abbruchabfälle, darunter vor allem Bodenaushub. Jetzt wurde auf Vorschlag von REMEX und in Absprache mit dem Kreis Coesfeld der Ablagerungsbetrieb optimiert und ein begrünter, außen umlaufender Wall erstellt.

Die Ablagerungsbereiche

Die Verfüllung des rund 8,5 Hektar großen Geländes erfolgt in zwei Abschnitten, aktuell wird der erste Bauabschnitt verfüllt. Er beginnt im Südosten und erstreckt sich auf rund 40.000 m². Ursprünglich war vorgesehen, die zwei Schüttflächen des ersten Bauabschnitts nacheinander zu verfüllen und vorlaufend zum Einbaubereich eine Randschüttung zu errichten, die sowohl Immissionen als auch die Sicht auf den Deponiebetrieb minimiert. Obwohl zahlreiche Gehölze die Deponie während des Ablagerungsbetriebs verdecken, hätte es bei dieser Vorgehensweit noch längere Zeit offene Sichtbereiche aus Westen und Norden gegeben. Dies zu optimieren war das Ziel des Änderungsantrags, der 2024 eingereicht und genehmigt wurde.

Vorgezogene Rekultivierungsmaßnahmen

Bereits bei der Planfeststellung der Deponie Dülmen wurde großes Augenmerk auf die Rekultivierung gelegt. Demnach wird bis zum Ende der Ablagerungsdauer ein Landschaftselement entstehen, das sich gestalterisch harmonisch in die Umgebung einpasst. Dieser Optik nähert sich das Deponiebauwerk mit dem neuen Konzept schon jetzt an. Anstelle einer zeitlich versetzten Rekultivierung von Schüttfläche 1 und 2 hat REMEX auf Basis des Änderungsbescheids wesentlich früher als geplant begonnen, den südöstlichen Randbereich zu rekultivieren. Beide Schüttflächen des ersten Bauabschnitts werden zeitgleich vollflächig verfüllt und die Randwälle – von Südosten startend nach Nordwesten – schon jetzt vorlaufend gebaut und rekultiviert.

Die vorgezogene Rekultivierung betrifft die Flächen des Plateaus und die Randbereiche des ersten Bauabschnitts

Baubegleitende Umsetzung

Das Konzept für die schnellere Einbindung der Deponie in die natürliche Umgebung sieht vor, den zu gestaltenden ersten Deponiebauabschnitt umlaufend mit einem Wall zu versehen, der wie eine „Tortenschalung“ außen herum durchgehend höher ist als die anzufüllende Fläche im Inneren. Dazu wird die Schalung durch lagenweisen Einbau auf eine Höhe von rund 3 m, in Teilbereichen im Südosten sogar 5 m, gebracht. Die Wallkonstruktion wird geebnet und seitlich und oben mit Rekultivierungsboden abgedeckt, den REMEX aus unbelastetem Boden nach vorgegebenem Qualitätsmanagement produziert. Im Anschluss wird eine Spritzbegrünung – eine mit dem Kreis abgestimmte, regionale Rasensaat – aufgetragen, die schnell aufgeht und somit die Optik der Deponie bereits nach kurzer Zeit natürlich gestaltet. Darüber hinaus schützt die Begrünung auch vor Auswaschungen der umlaufenden Wälle durch Regen.

Am Fuß des Walls verfügt die Deponie über eine umlaufende Rinne zur Ableitung von Oberflächenwasser der rekultivierten Bereiche. In der Planfeststellung aus dem Jahr 2021 war noch eine Ausführung in Beton vorgesehen. Auch hier wurde jetzt eine natürlichere Ausführung gewählt, bestehend aus grobem Naturstein, der durch die Aussiebung von unbelasteten Böden direkt vor Ort gewonnen wird.

Wie die Rekultivierung auf der zweiten Ebene umgesetzt wird, zeigt das begleitende Video in unserer Videothek.
Jetzt Video ansehen

×

Umsetzung des neuen Rekultivierungskonzepts

1. Der Randwall des ersten Bauabschnitts wird als umlaufende Begrenzung der Verfüllfläche lagenweise aufgebaut.

2. Auf den modellierten Randwall wird qualitätsgesicherter Rekultivierungsboden als Grundlage für die spätere Begrünung aufgebracht.

3. Der Randwall ist mit Rekultivierungsboden abgedeckt und für die anschließende Begrünung vorbereitet.

4. Eine naturnah ausgeführte Rinne aus lokal gewonnenem Naturstein übernimmt die Ableitung des Oberflächenwassers der rekultivierten Bereiche.

5. Auf der zweiten Ebene wird der Randwall durch den Einbau und die Verdichtung des Wallmaterials weiter aufgebaut.

6. Mit dem Aufbringen der Rekultivierungsbodenschicht werden auch die Flächen der zweiten Ebene für die Begrünung vorbereitet.

Die Deponie Dülmen-Rödder im Überblick

Die Deponie Dülmen-Rödder verfügt über ein genehmigtes Gesamtvolumen von insgesamt 960.000 m3 und steht bei jährlichen Verfüllmengen von rund 45.000 m³ voraussichtlich 20 Jahre zur Verfügung. Betreiber der Deponie ist die REMEX Coesfeld GmbH, die bereits seit mehr als 30 Jahren an diesem Standort tätig ist und auf dem Gelände eine Aufbereitungsanlage für mineralische Bauabfälle wie Boden, Bauschutt und Straßenaufbruch unterhält.

Mehr über die DK-0-Deponie Dülmen-Rödder und die Leistungen der REMEX Coesfeld GmbH erfahren Sie auf unserer Website remex-coesfeld.de

Mit der vorgezogenen Rekultivierungsmaßnahme in Dülmen wird die Deponie schon jetzt in die Landschaft integriert. Die Bauweise mit natürlichen, lokal verfügbaren Materialien fördert die Ansiedelung von regionaler Flora und Fauna.

Newsletter

Bleiben Sie informiert und abonnieren unseren Newsletter mit aktuellen Informationen zu unseren Dienstleistungen, Projekten und vielem mehr.

Video wird geladen …
×