Zu den täglichen Aufgaben auf einer Deponie gehört die sichere und rechtskonforme Ablagerung der angenommenen Abfälle. Die Abfälle müssen so eingebaut werden, dass ein sicher standfester Deponiekörper entsteht. Dies ist für Haldendeponien sehr wichtig. Dabei muss jederzeit nachvollziehbar sein, welcher Abfall wann und in welchem Bereich der Deponie abgelagert wurde. Aus diesem Grund sind die zu verfüllenden Deponieabschnitte in ein Raster eingeteilt. Der Abfalleinbau erfolgt an einer definierten Stelle mit Dokumentation im Abfallkataster.
Erweiterung des Aufgabenbereichs
Die REMEX GmbH verantwortet die Betriebsführung der Zentraldeponie Hubbelrath bereits seit 2010, die der Deponie Haus Forst seit 2018. Im Rahmen dieser Verantwortung ist das Unternehmen u. a. zuständig für die Abfallannahme und -ablagerung, die Dokumentation, die Deponiebauaktivitäten und die Emissions- und Immissionskontrollen. Bis Ende 2025 waren externe Fachunternehmen mit dem Einbau der Abfälle beauftragt. Seit Januar 2026 führt die REMEX GmbH auch diesen Aufgabenbereich in Eigenregie durch.
Gemeinschaftliche Planung
Durch die Übernahme der Einbautätigkeit ergibt sich mehr Eigenständigkeit und Flexibilität für REMEX im Tagesgeschäft. Die Einführung erfolgte nach ausführlichen Überlegungen im Jahr 2025 in enger Abstimmung mit den standortverantwortlichen Kolleginnen und Kollegen. Im Vorfeld wurden die Anforderungen an das Personal und die notwendige maschinelle Ausstattung für die beiden Standorte definiert, Erfahrungswerte ausgewertet und die erstellten Personal- und Maschinenkonzepte bewertet.
Zentraldeponie Hubbelrath
Mit ihrem Standort im Osten von Düsseldorf ist die ZDH ein wichtiges Element der Entsorgungsinfrastruktur für die Landeshaupt und die umliegende Region. Auf der DK-II-Deponie werden jedes Jahr für die Ablagerung genehmigte mineralische Abfälle in einer Größenordnung von bis zu 2.500 Tonnen pro Tag angenommen. Bei einer jährlichen Ablagerungsmenge von 225.000 Tonnen beläuft sich die geplante, verfügbare Restlaufzeit noch bis zum Jahr 2036.
Deponie Kerpen
Die Deponie Haus Forst in Kerpen wurde im Jahr 2020 als DK-I-Deponie in Betrieb genommen, 2026 wurde von der Bezirksregierung Köln die Erhöhung der Kubatur und Errichtung eines zusätzlichen DK-II-Abschnitts genehmigt. Zurzeit wird der zweite DK-I-Deponieabschnitt verfüllt, pro Tag werden zu Spitzenzeiten bis zu 4.000 Tonnen mineralische Abfälle angenommen und eingebaut, hauptsächlich nicht verwertbarer Boden und Bauschutt.
Erweiterung des Maschinenparks
Um bei der Beschaffung der neuen Maschinen ein wirtschaftlich und technisch nachhaltiges Ergebnis zu erzielen, wurde der Zentraleinkauf frühzeitig eingebunden. Maßgebliche Kriterien bei der Auswahl der Lieferanten waren insbesondere die hohe technische Zuverlässigkeit der Maschinen, eine langfristig gesicherte Service- und Ersatzteilversorgung sowie eine im Deponiebetrieb bewährte Technik. Nach intensiven Verhandlungen und einem umfassenden Vergleich verschiedener Hersteller, wurden fünf neue CAT-Maschinen beschafft: zwei Radlader, zwei Kettendozer und eine Vibrationswalze. Die ganzjährige Pflege der Infrastruktur, der übrigen Verkehrs- und Wegeflächen wird durch Traktoren mit verschiedenen Anbaugeräten sichergestellt, darunter z. B. Wasserfass, Salzstreuer, Kehrbesen und Schneeschild.
Ausweitung auf weitere Deponiestandorte in Planung
Ziel der Umstellung auf den Eigenbetrieb ist eine verbesserte Steuerungsmöglichkeit und eine gleichbleibende Einbauqualität auf den Deponien. Beide Faktoren stellen die Grundlage für eine wirtschaftlich stabile und zukunftsorientierte Weiterentwicklung der Deponiestandorte dar. ZDH und Haus Forst bilden dabei den Auftakt– weitere Deponiestandorte sollen ab 2027 schrittweise folgen.
