Datenbasis
Die repräsentative Statistik für das Jahr 2024 basiert auf einer bundesweiten Abfrage der relevanten Kennzahlen bei den deutschen Betreibern von Schlackeaufbereitungsanlagen. Die Daten erfassen die mineralischen Stoffströme genauso wie die Metalle der in Deutschland anfallenden Rohschlacke, die sich auf rund 6 Mio. t summiert. Aus dieser Menge ergeben sich nach der Aufbereitung rund 4,6 Mio. t aufbereiteter Fertigschlacke bzw. Hausmüllverbrennungsasche (HMVA) und rund 480.000 t Eisen- und Nichteisenmetalle.
BMKE sieht trotz Anstieg der Verwertung öffentlichen Handlungsbedarf
Der BMKE begrüßt, dass sich die in technischen Bauwerken verwertete Menge von HMVA gegenüber dem Jahr 2022 von 13 % auf 25 % annähernd verdoppelt hat. Die positive Entwicklung sei ein Ergebnis der gesteigerten Nachfrage von privaten Anwendern, erläutert Rebecca Winkler, Vorsitzende der Fachgruppe Hausmüllverbrennungsschlacke und stellv. Vorsitzende des BMKE, und ergänzt, dass man diesen positiven Trend nicht bei öffentlichen Auftraggebern feststelle.
„Es ist also weiterhin notwendig, dass die Pflichten der öffentlichen Hand bezüglich der Bevorzugung von Rezyklaten nachgeschärft werden.“
ITAD betont Bedeutung der Metallrückgewinnung und künftige Perspektiven
Der Vorstandsvorsitzende des ITAD, Dr. Ragnar Warnecke, hebt die positiven Effekte der Metallrückgewinnung aus Schlacke hervor: „Für die Erzeugung von Metallschrotten stellt Rostasche eine verlässliches Rohstoffpotenzial dar und das Metallrecycling bleibt, wie auch in der Vergangenheit, auf einem hohen Niveau und leistet einen bedeutenden Beitrag zur Vermeidung von Emissionen durch die Metallherstellung aus primären Rohstoffen.“ In Bezug auf die Verwertung der mineralischen Fraktion verweist er auf die in Kürze erscheinende Roadmap 2045 des Verbands, die das Ressourcenpotenzial von Rostasche in neuen Anwendungsfelder aufzeigen werde.
