NIWIS zeigt: Zentralisierung ist möglich
Was früher in einzelnen Bundeslandinformationssystemen zusammengesucht werden musste, steht nun zentral bereit – Daten zu Oberflächengewässer, Grundwasser und Niederschlag. Kurzfristig bei der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) umgesetzt, laut Pressekonferenz in hervorragender Bund-Länder-Zusammenarbeit, ist das neue System seit dem 15.7.2026 offiziell erreichbar unter niwis-online.de
Chancen für weitergehende Geodaten
Das Vorzeigeprojekt bietet damit enorme Chancen für weitergehende Datenbereitstellung, nämlich für alle relevanten (hydro)geologischen Informationen, die in den Ländern verfügbar sind. Das wäre ein relevanter Beitrag vom Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) zum geplanten Bürokratieabbau.
Beispiel: Einsatz von Ersatzbaustoffen vereinfachen
Durch den Einbezug zusätzlicher Information in Zentralsysteme könnte auch eine bundesweite Ersatzbaustoffverordnung von allen Anwendern auf einer belastbaren Datengrundlage angewendet werden. Denn eine der zwingenden Voraussetzungen für den Einsatz von Ersatzbaustoffen ist die Information zu weitergehenden hydrogeologischen Gegebenheiten wie Wasserschutzbereiche und Bodenarten an der geplanten Einsatzstelle. Wären auch diese Daten einfach zugänglich und für alle bundesweit verfügbar, würde der Einsatz von recycelten Baustoffen wesentlich erleichtert. Nur ein Beispiel, es gibt vermutlich viele andere aus weiteren Industriebereichen, die die Vorteile aufzeigen, wenn Geoinformationen aus den Ländern durchgängig deutschlandweit zentralisiert würden.
NIWIS ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie die bundesweite Zentralisierung von Geoinformationen gelingen kann – mit Potenzial für viele weitere Anwendungsbereiche.
