Vorbereitungen gestartet – Baubeginn 2026
Seit mehr als drei Jahrzehnten betreibt die DBV die Deponie für die Entsorgung gering belasteter Abfälle. Unmittelbar nachdem der Planfeststellungsbeschluss im Januar 2026 rechtskräftig wurde, hat die REMEX-Beteiligungsgesellschaft mit ersten vorbereitenden Maßnahmen begonnen. Der Start des Ausbaus ist für dieses Jahr vorgesehen. Er soll die regionale Infrastruktur nachhaltig stärken und langfristig die Entsorgung vor allem von Bauschutt in der Region gewährleisten.
Vorausschauende Planung
Bereits seit 2013 ist bekannt, dass die DK-I-Deponiekapazitäten in Nordrhein-Westfalen – insbesondere im Regierungsbezirk Düsseldorf – perspektivisch nicht ausreichen. Auf Basis dieser Erkenntnisse hat die Stadt Velbert gemeinsam mit der Deponiebetriebsgesellschaft Velbert mbH und REMEX frühzeitig nach einer Lösung gesucht. Die Wahl fiel nach intensiver Prüfung auf eine nordwestlich angrenzende Fläche des bestehenden Standorts. Eine überzeugende Option sowohl technisch als auch ökologisch.
Bestehende Anlage erreicht ihre Grenzen
Die bestehende Deponie Plöger Steinbruch wird seit 1997 von der DBV betrieben und hat sich über Jahrzehnte als verlässlicher Bestandteil der regionalen Infrastruktur etabliert. Doch das verfügbare Restvolumen wird voraussichtlich Ende nächsten Jahres ausgeschöpft sein. Ohne Erweiterung würde das nicht nur logistische Herausforderungen bedeuten, sondern auch steigende Transportwege und Kosten – mit entsprechenden Auswirkungen auf Umwelt und Wirtschaft.
Langfristige Entsorgungssicherheit
Die Nord-West-Erweiterung setzt genau hier an. Auf einer Fläche von rund 20,3 Hektar – davon etwa 13 Hektar für die eigentliche Ablagerung – soll ein neues Deponiefeld mit einem Volumen von rund 2,3 Millionen Kubikmetern entstehen. Anders ausgedrückt: Hier können künftig etwa vier Millionen Tonnen Material entsorgt werden. Ein Volumen, das eine Entsorgungsperspektive für mehr als ein Vierteljahrhundert bietet. Ein entscheidender Faktor für die Planungssicherheit von Bauwirtschaft und Kommunen.
Moderne Technik und Umweltschutz
Ein zentrales Element einer Deponieerrichtung ist die Abdichtung unterhalb einer Deponie, die Boden und Grundwasser zuverlässig schützt. Im Fall der Deponie in Velbert, wird ein Teil des neuen Volumens als „Deponie auf Deponie“ umgesetzt. Das spart Platz: Rund ein Drittel der geplanten Neudeponie wird auf dem Altkörper errichtet. In diesem Bereich kommt eine sogenannte bi-funktionale Abdichtung zum Tragen, sie dient als Oberflächenabdichtung des Altkörpers und als Basisabdichtung der Neudeponie.
Mehr als nur ein Bauprojekt
Mit dem Start der Bauvorbereitungen nimmt das Projekt nun konkret Gestalt an. Bereits vor dem Baubeginn im nächsten Jahr werden umfangreiche Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen umgesetzt. Auch während der Bauphase gelten strenge umwelt- und artenschutzrechtliche Vorgaben, um ökologische Funktionen zu erhalten und weiterzuentwickeln.
Die Nord-West-Erweiterung ist ein unverzichtbarer Baustein moderner Infrastruktur. Denn funktionierende Abfallentsorgung ist eine grundlegende Voraussetzung für wirtschaftliche Entwicklung – und die erfolgreiche Umsetzung zahlreicher Bauvorhaben in der Region.
