Rostasche als Rohstoffquelle
Auf rund ein Viertel der ursprünglichen Menge reduziert sich der Abfall bei der thermischen Abfallbehandlung, der nach der Verbrennung alternativ als Müllverbrennungsschlacke oder Rostasche bezeichnet wird. Dieser Rückstand besteht zu 90 % aus mineralischen Bestandteilen und rund 10 % aus Eisen- und Nichteisenmetallen wie Aluminium, Kupfer oder Zink. Moderne Aufbereitungstechnologien ermöglichen es, diese Materialien mit hoher Effizienz zurückzugewinnen und wieder in den Stoffkreislauf einzubringen. Damit wird aus einem Verbrennungsrückstand ein wichtiger Baustein der urbanen Rohstoffversorgung.
Mobile Aufbereitung: Recycling direkt am Entstehungsort
Um Ressourcen dort zurückzugewinnen, wo sie entstehen, besteht neben einer stationären Lösung die Möglichkeit, auf ein modulares, mobiles Anlagenkonzept zurückzugreifen. Die einzelnen Module lassen sind einzeln transportieren, schnell installieren und flexibel betreiben, beispielsweise direkt an einer Müllverbrennungsanlage oder an einem Deponiestandort. So wird eine effiziente Aufbereitung auch dort möglich, wo stationäre Anlagen fehlen oder ergänzt werden müssen oder auch die Recyclingquote und -qualität gesteigert werden soll.


Magnetabscheidung von Eisenmetallen über dem Förderband ermöglicht kontinuierliche Rückgewinnung und schützt nachfolgende Anlagenelemente

Sortierung von groben Wertstoffen und Störstoffen unterschiedlicher physikalischer Beschaffenheit wie z. B. Folien, Kochgeschirr oder Holz

Trennung von groben, mittelgroßen und feinen mineralischen Fraktionen in Vorbereitung der nachgelagerten Prozessschritte

Kombination der Separierung von Eisen- und Nichteisenmetallen mittels mit Magnet- und Elektromagnetechnik

Abtrennung von leichten Störstoffen wie Papier und Holz und weitere Rückgewinnung von feinen Nichteisenmetallgemischen
Die mobile Aufbereitung folgt einem klar strukturierten Prozess, bei dem die Rostasche in verschiedene Korngrößen getrennt und anschließend gezielt behandelt wird. Mechanische und physikalische Verfahren greifen dabei ineinander, um Metalle und mineralische Bestandteile effizient zu separieren.
Mehr zur mobilen Schlackenaufbereitung bei REMEX erfahren Sie auf unseren Themenwebsite
Vom Reststoff zum Recyclingmaterial
Die zurückgewonnenen Metalle werden in den Recyclingmarkt zurückgeführt, sie können aufgrund einer von REMEX durchgeführten Reinigung in Teilen direkt von der metallverarbeitenden Industrie verhüttet werden. Die mineralische Fraktion wird entsprechend den nationalen Regelwerken wie z. B. der deutschen Ersatzbaustoffverordnung zu qualitätsgesicherten und güteüberwachten Ersatzbaustoffen aufbereitet. Diese können in verschiedenen Bereichen eingesetzt werden, beispielsweise im Erd- und Straßenbau oder bei der Herstellung von Betonprodukten.
Positive Effekte der Rostaschenverwertung für Klima und Ressourcen
_ Einsparungen von 0,55 m³ natürlichen Baustoffen wie Kies und Sand pro Tonne Rostasche
_ Reduktion von Deponiemengen um 1,0 t pro Tonne verwerteter Rostasche
_ Signifikante CO₂-Einsparungen durch Bereitstellung von Recyclingmetallen für die Metallproduktion
Die Kombination aus Branchenexpertise und State-of-the-Art-Aufbereitungstechnologie zeigt, wie sich Stoffkreisläufe konsequent schließen lassen. Mobile und stationäre Lösungen ergänzen sich dabei und ermöglichen eine flexible Anpassung an regionale Anforderungen.
Von der Anlagenplanung über den Betrieb bis zur Vermarktung der Sekundärrohstoffe begleitet REMEX Projekte entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Eine kompakte Übersicht über Technologien, Prozesse und Einsatzmöglichkeiten finden Sie in unserer Broschüre.
