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MELDUNGEN

12. Juni 2026

Aktuelle Statistik zur Entsorgung von HMV-Schlacke

Am heutigen Tag haben der Bundesverband Mineralische Kreislaufwirtschaft e.V. (BMKE) und die Interessengemeinschaft der Thermischen Abfallbehandlungsanlagen e.V. (ITAD) die vierte gemeinsame Verbändeumfrage zum Thema Schlackenaufbereitung veröffentlicht. Die repräsentative Statistik für das Jahr 2024 basiert auf einer bundesweiten Abfrage der relevanten Kennzahlen bei den deutschen Betreibern von Schlackeaufbereitungsanlagen.

Die Daten erfassen die mineralischen Stoffströme genauso wie die Metalle der in Deutschland anfallenden Rohschlacke, die sich auf rund 6 Mio. t summiert. Aus dieser Menge ergeben sich nach der Aufbereitung rund 4,6 Mio. t aufbereiteter Fertigschlacke bzw. Hausmüllverbrennungsasche (HMVA) und rund 480.000 t Eisen- und Nichteisenmetalle.

In seiner Pressemitteilung begrüßt der BMKE, dass sich die in technischen Bauwerken verwertete Menge von HMVA gegenüber dem Jahr 2022 von 13 % auf 25 % annähernd verdoppelt hat. Die positive Entwicklung sei ein Ergebnis der gesteigerten Nachfrage von privaten Anwendern, erläutert Rebecca Winkler, Vorsitzende der Fachgruppe Hausmüllverbrennungsschlacke und stellv. Vorsitzende des BMKE, und ergänzt, dass man diesen positiven Trend nicht bei öffentlichen Auftraggebern feststelle. Es sei notwendig, dass „die Pflichten der öffentlichen Hand bezüglich der Bevorzugung von Rezyklaten nachgeschärft werden. Die konstant hohe Verwertung und Beseitigung auf Deponien macht das große Potenzial für eine höherwertigere Verwertung von Hausmüllverbrennungsasche deutlich.“

Der Vorstandsvorsitzende des ITAD, Dr. Ragnar Warnecke, hebt die positiven Effekte der Metallrückgewinnung aus Schlacke hervor: „Für die Erzeugung von Metallschrotten stellt Rostasche eine verlässliches Rohstoffpotenzial dar und das Metallrecycling bleibt, wie auch in der Vergangenheit, auf einem hohen Niveau und leistet einen bedeutenden Beitrag zur Vermeidung von Emissionen durch die Metallherstellung aus primären Rohstoffen.“ In Bezug auf die Verwertung der mineralischen Fraktion verweist er auf die in Kürze erscheinende Roadmap 2045 des Verbands, die das Ressourcenpotenzial von Rostasche in neuen Anwendungsfelder aufzeigen werde.

Die Pressemitteilung des BMKE finden Sie hier

Die Details der Umfrage finden Sie hier

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